Dipl.-Ing. Jens Bellmer VDI

 

Buch und Software Direkthilfe Schimmelpilz

Software "Direkthilfe Schimmelpilz" inkl. Buch "Hilfe bei Schimmelpilz und Feuchtigkeitsproblemen"

zum Angebot


Das Luftfeuchte Buch

Das Luftfeuchte-Buch

zum Angebot

 


 

[6] Wichtiges zum Luftdruck

© Dipl.-Ing. Jens Bellmer

Hier in dieser Internet-Darstellung werden einige sind einige Punkte des Luftfeuchtebuches dargestellt. Falls Sie alles nachlesen möchten, so können Sie sich dieses in unserem Shop entsprechend bestellen.

Berechnungsgrößen wie der Feuchtegehalt x sind luftdruckabhängig. Dies kann man an der nachfolgenden Gleichung sehen. Es handelt sich dabei um die massebezogene, absolute Luftfeuchte x, bei der die in der Luft enthaltene Wasserdampfmasse auf die wasserfreie Luftmasse bezogen wird. 

                              p

x = 0,622   x  ----------------- x  1000

                          pL p


Dabei ist:
 

x: die massebezogene absolute Luftfeuchte in g/kg tr. L.

p: der Wasserdampfpartialdruck in Pa                                    

pL: der Luftdruck in Pa (Gesamtdruck) z. B. 100000 Pa

 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage: Welcher Luftdruck ist mit pL in der Gleichung gemeint?  


Der tatsächliche Luftdruck und das Benennungsproblem:

 Falls es um exakte Luftdichte- oder Luftfeuchte-Berechnungen geht, so muss, wie vorher beschrieben, der Luftdruck einbezogen werden. Hier soll gleich vorab informiert werden, welcher Luftdruckwert für Luftdichte- oder Luftfeuchte-Berechnungen (also auch für die vorgenannte Gleichung) benötigt wird. Es muss der absolute, d. h. der tatsächliche Luftdruck sein, kein umgerechneter. Dieser wird auf modernen, digitalen Luftdruckmessgeräten auch angezeigt. 
 

Luftdruckmessgerät mit Anzeige des absoluten Luftdrucks.


„Wo besteht denn das Problem?“ mag mancher sagen. „Man misst einfach diesen Luftdruck und verwendet ihn für die Berechnung.“

Nun ist es aber in dem sehr populären Fachgebiet der Meteorologie üblich, dass man nicht mit diesem absoluten Luftdruck, sondern mit einem umgerechneten, „reduzierten“ Luftdruck arbeitet. Dies ist eine Art fiktiver, nicht real vorliegender Druck, der im Luftfeuchtebuch noch näher erläutert wird. Dies ist wichtig, um Barometer-Angaben über ein großes Areal mit unterschiedlichen Höhenlagen vergleichen zu können.
   

Da z. B. die klimatechnische und bauphysikalische Branche (im Gegensatz zur Meteorologie) fast nie mit einem umgerechneten, sondern immer nur mit dem tatsächlichen, absoluten Luftdruck arbeitet, ja arbeiten muss, weil nur dieser den realen Gasdruck wiedergibt, liegt hier ein echtes Problem vor. Dies deshalb, weil in Abhandlungen, Büchern (sogar sehr wichtigen) diese Begriffs-Unterscheidung zwischen absolutem und reduziertem Luftdruck nicht geklärt wird. Dies könnte z. B. angehende Fachleute verleiten, den reduzierten Luftdruck in wichtige Gleichungen von DIN-Normen oder Software-Programmen einzusetzen.

Leider wird auch der reduzierte Luftdruck auf den meisten Luftdruck-Messgeräten als der „normale“ Luftdruck ausgegeben.

 

Achten Sie z. B. bei Software-Anwendungen, Berechnungen für die Luftdichte oder für die massebezogene absolute Luftfeuchte darauf, dass Sie die richtige Luftdruck-Angabe verwenden. Dabei muss immer der absolute, d. h. der tatsächliche Luftdruck gemessen und verwendet werden. Alles weitere im Luftfeuchtebuch.

 

© Dipl.-Ing. Jens Bellmer. Dieser Fachbeitrag darf nicht ohne Zustimmung des Autors vervielfältigt oder/und kopiert werden.